Berlin Kink After Dark: Ein sexpositiver Reiseführer
Berlin war schon immer eine Stadt, die sich nicht dafür entschuldigt, mehr BDSM zu wollen. In den 1920er-Jahren war sie die sexuelle Revolution der Weimarer Republik. In den 1990er-Jahren waren es Techno und das Chaos der Wiedervereinigung. Heute ist sie eine Stadt, in der kink und Cabaret neben avantgardistischer Kunst existieren, in der die Regeln für sexuelle Selbstbestimmung auf Partyplakaten erklärt werden und in der dein spannendstes Wochenende auf einem Flohmarkt beginnt und in einem labyrinthischen Underground-Club mit Darkroom endet. Wenn du mit anderen Absichten als den üblichen Museums- und Dönerbesuchen nach Berlin reist, bist du nicht allein. Berlin zieht eine besondere Art von Reisenden an – Menschen, die etwas fühlen, mit ihrer Identität experimentieren oder einfach in einem Raum existieren wollen, in dem „normal“ nicht die Norm ist. Laut dem Berlin-Reiseführer von Travel Gay ist die Stadt „die schwule Hauptstadt Deutschlands und wohl auch die queere Hauptstadt Europas, mit schwulen Bars und Clubs, die es mit denen anderer Großstädte aufnehmen können.“ Doch die sexpositive Szene geht weit über das herkömmliche schwule Nachtleben hinaus. Sie ist eine spezifische Infrastruktur, die von und für Menschen geschaffen wurde, die …


