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Sanftmut ist in einer Beziehung nicht gleichbedeutend mit Unterwerfung

Sanftmut ist nicht Unterwerfung

Sanftmut wird oft missverstanden. Sie wird mit Passivität, Nachgeben und dem bloßen Zulassen von Dingen anstatt deren Gestaltung gleichgesetzt. Häufig wird sie mit Unterwerfung gleichgesetzt, als ob Offenheit, Sanftmut oder Empfänglichkeit automatisch bedeuten würden, Kontrolle oder Selbstbestimmung aufzugeben. Doch in Wirklichkeit sind dies völlig unterschiedliche Dinge, die oft verwechselt werden. Sanftmut ist nicht die Abwesenheit von Stärke. Sie ist kein Gehorsam. Und sie ist nichts, was andere ausnutzen können. Echte Sanftmut ist ein innerer Zustand. Sie ist etwas, das man zulässt, nicht etwas, das einem genommen wird. Vielen Menschen kann Sanftmut ungewohnt vorkommen. Dies gilt insbesondere für diejenigen, die lange Zeit unabhängig, kontrolliert oder selbstständig waren. Oft herrscht die Überzeugung, dass Wachsamkeit Sicherheit bietet. Viele denken, Stärke bedeute, jederzeit die Kontrolle zu behalten. Sie fürchten, dass Loslassen, selbst nur ein wenig, zu Verletzungen oder Ausnutzung führen könnte. Gleichzeitig …

Wie sich dein Bindungsstil im Bett zeigt

Man kann bei einer Dinnerparty Selbstbewusstsein vortäuschen. Man kann Interesse in einem Meeting vortäuschen. Aber im Schlafzimmer fällt die Maske. Wie man Bindungen eingeht, bestimmt, wie man Sex hat. Es gibt einen Moment der Intimität, in dem sich das soziale Drehbuch auflöst. Das Licht geht aus. Die Kleidung fällt. Plötzlich ist man nicht mehr der kompetente Profi. Man ist nicht mehr der witzige Freund oder der souveräne Partner. Man ist ein Nervensystem, das auf ein anderes Nervensystem reagiert. Hier hört die Bindungstheorie auf, ein Konzept zu sein, und wird zur körperlichen Realität. Die Muster, die man in der Kindheit gelernt hat, um seine Bedürfnisse zu befriedigen, verschwinden nicht, wenn man erwachsen wird. Sie wandern einfach ins Schlafzimmer. Sie bestimmen, wie man nach Lust fragt, wie man mit Zurückweisung umgeht und wie man die Verletzlichkeit übersteht, gesehen zu werden. Man fragt sich vielleicht, warum man sich verschließt, wenn es zu intim wird. Oder warum man einen Panikanfall bekommt, wenn sich ein Partner zurückzieht. Man ist nicht kaputt. Man wiederholt eine Überlebensstrategie. Der ängstliche Performer: „Genüge ich?“ …