Wie sich dein Bindungsstil im Bett zeigt
Man kann bei einer Dinnerparty Selbstbewusstsein vortäuschen. Man kann Interesse in einem Meeting vortäuschen. Aber im Schlafzimmer fällt die Maske. Wie man Bindungen eingeht, bestimmt, wie man Sex hat. Es gibt einen Moment der Intimität, in dem sich das soziale Drehbuch auflöst. Das Licht geht aus. Die Kleidung fällt. Plötzlich ist man nicht mehr der kompetente Profi. Man ist nicht mehr der witzige Freund oder der souveräne Partner. Man ist ein Nervensystem, das auf ein anderes Nervensystem reagiert. Hier hört die Bindungstheorie auf, ein Konzept zu sein, und wird zur körperlichen Realität. Die Muster, die man in der Kindheit gelernt hat, um seine Bedürfnisse zu befriedigen, verschwinden nicht, wenn man erwachsen wird. Sie wandern einfach ins Schlafzimmer. Sie bestimmen, wie man nach Lust fragt, wie man mit Zurückweisung umgeht und wie man die Verletzlichkeit übersteht, gesehen zu werden. Man fragt sich vielleicht, warum man sich verschließt, wenn es zu intim wird. Oder warum man einen Panikanfall bekommt, wenn sich ein Partner zurückzieht. Man ist nicht kaputt. Man wiederholt eine Überlebensstrategie. Der ängstliche Performer: „Genüge ich?“ …

